Der Bauernhofgasthof, die ferme-auberge, ist eine Institution in den Vogesen, und wer sie zum ersten Mal besucht, ist oft irritiert. Es handelt sich nicht um ein Bergrestaurant, sondern um einen Bauernhof, der neben seiner eigentlichen Arbeit auch Gäste bewirtet. Man isst, was der Hof erzeugt, zu den Zeiten, zu denen der Hof servieren kann, und das ändert alles.
Das Marcaire-Essen
Das Wort geht auf die Marcaires zurück, die Viehbauern, die im Sommer mit ihren Tieren auf die Hochweiden zogen. Das nach ihnen benannte Menü folgt fast immer derselben Abfolge: eine herzhafte Pastete, dann Bratkartoffeln mit Räucherfleisch, ein Munster vom Hof und zum Schluss ein Kuchen. Es ist reichlich, und es ist für Menschen gedacht, die gewandert sind.
Drei Adressen rund um die Gîtes
Der Gasthof Riesenwald liegt auf den Höhen von Rimbach-près-Masevaux, rund zehn Autominuten entfernt und direkt an einem Wanderweg. Familiäre, großzügige Küche aus eigener Erzeugung: Speck, Wurst, Käse, hausgemachter Schinken.
Die ferme-auberge du Baerenbach in Sewen kocht mit dem, was vor Ort wächst, und hat Terrasse und Parkplatz. Gerichte ohne Fleisch sind möglich.
Die ferme-auberge du Lochberg in Kirchberg führt die Familie Kippelen an der Nordostflanke des Baerenkopf, oberhalb des Lachtelweihers mit Blick ins Dollertal. Serviert werden das Marcaire-Essen, aber auch Baeckeoffe und Sauerkraut.
Zwei Hinweise vorab
Reservieren Sie. Diese Häuser haben wenige Plätze, und am Wochenende ist der Saal schnell voll.
Prüfen Sie die Öffnungstage, die sich eher nach der Saison als nach dem Kalender richten. Der Lochberg etwa öffnet von Mitte April bis Mitte Juni an Wochenenden und Feiertagen, danach bis Mitte September täglich außer dienstags und montagabends, und anschließend bis Ende November wieder nur an Wochenenden. Die anderen Häuser handhaben es ähnlich, mit eigenen Daten. Ein Anruf vor der Abfahrt erspart eine lange Fahrt umsonst.
Die Telefonnummern geben wir Ihnen gern bei Ihrer Ankunft.